Glossar

Dao oder Tao ist im Daoismus ein Potential, das der Schöpfung und dem Sein vorausgeht: der Ursprung aller Dinge, das ewige, ungeteilte Eine, das aus sich selbst hervorgeht und niemals benannt oder beschrieben werden kann. Schwer zu übersetzen, am ehesten wohl mit „Straße“, „Pfad“, „Weg“.

Daoismus  oder Taoismus gehört zu den „Drei Lehren“ der chinesischen Tradition neben Buddhismus und Konfuzianismus; entstanden um 500. v. Chr., im Mittelpunkt steht das Dao.                                                                       

 Gong (auch Kung oder Gung), bedeutet Verdienst, Errungenschaft, Leistung, oder Fertigkeit, die durch Übung zur Meisterschaft führt.

Jing (auch Ching) wird meistens mit „Essenz“ oder „Lebenskraft“ übersetzt. Die Vor-Himmels-Essenz ist vererbbar und die Energie, die wie zum Start des Lebens mitbekommen. Dieser Teil der Essenz kann nicht selbst erzeugt und aufgefüllt werden.

Qigong (auch Chi-Gung oder Chi Gong geschrieben), ist eine chinesische Konzentrations-, Meditations- und Bewegungsform zur Kultivierung von Körper und Geist, die auch Teil der traditionellen chinesischen Medizin ist.

Qi (auch Chi  oder japan. Ki)  bedeutet Energie, Atem oder Fluidum, kann aber wörtlich übersetzt auch Luft, Dampf, Hauch, Äther, Temperament oder Lebensenergie bedeuten. Zur Unterscheidung bezeichnet man das Qi im Sinne von Lebensenergie auch als „wahres Qi“.

Qi wird unterschieden, wie z.B. :

Ursprungs-Qi (Vorgeburtliches Qi) ist eine dynamische und feine Form der Essenz. Sie wird zum Teil vererbt und zum anderen Teil aus der Nahrung erzeugt.

Nahrungs-Qi ist eine grobe Form des Qi, die vom Körper noch nicht so gut genutzt werden kann.

Klares-Qi ist ein Qi aus der Natur, das bei der Atming von der Lunge aus der Luft aufgenommen wird.

Sammel-Qi ist bereits weiterentwickelt und aus dem Zusammenspiel und Nahrungs-und Atem-Qi entstanden. Es ist eine feinere Form des Qi, die vom Körper verwertet werden kann. Ursprungs-Qi und Sammel-Qi unterstützen einander.

Wahres Qi wird mit Hilfe zuvor genannten Qi-Arten wird wahres Qi gebildet, das in den Meridianen zirkuliert und die Aufgabe hat den Körper zu nähren und krankmachende Einflüsse abzuwehren.

Nähr-Qi versorgt den ganzen Körper und die Organe und ist damit sehr eng mit dem Blut verbunden. Es fließt im Blut und in den Meridianen.

Abwehr-Qi ist eine gröbere Form von Qi und fließt in den äußersten Körperschichten. Es verteidigt gegen krankmachende Faktoren, die von außen in den Körper eindringen wollen.

Shen ist mit dem Funktionskreis des Herzens verbunden und wird meistens mit „Bewusstsein“ oder „Lebens-Bewusstsein“ übersetzt.

Yang bezeichnet die Natur des Himmels, ist ständig in Bewegung, steht für Kontinuität und Wandel, für das schöpferische Prinzip. Yang ist: das Warme, Harte, Geistige, Männliche, der Himmel, die Bewegung und die ungeraden Zahlen.

Yin das Kalte, Weiche, Stoffliche, Weibliche, die Erde, die Ruhe und die geraden Zahlen.

Die Yin-Yang-Polarität, ein wesentliches Prinzip in allen Schulen der chinesischen Philosophie, die aus der Teilung des Einen (Dao) hervorgeht, kreuzt und vermischt sich unaufhörlich und bringt sich gegenseitig hervor.

Xue – Blut – Qi fließt immer mit dem Blut und gibt ihm das Leben.